Möpke war nicht gut zu sprechen auf die Welt. Sein Mißfallen rührte daher, daß der Rührkuchen, den zu backen er nicht imstande gewesen war, mit voller Absicht und grundlos über ihn herzog: „Möpke!“, rief er, „ich bin zutiefst enttäuscht von dir. Wie konntest du erwarten, daß irgendjemand dir gefallen könnte auf dieser Welt. Sieh dich an, Lump! Hockst da und schimpfst auf die Welt, als wär sie ein Rührkuchen. Aber ich bin ein Rührkuchen! Sieh mich an, Arschloch!“ Da erschrak Möpke. Er blickte den Rührkuchen ruhig an, die Pfeife im Mundwinkel, die er für solche Gelegenheiten stets in der Westentasche spazierentrug. „Ach, Kuchen“, seufzte der junge Student, „wie gern verspeiste ich dich und machte deinem Elend ein Ende. Wie gern“, er schob die Pfeife in den anderen Mundwinkel, „genösse ich jetzt deine köstliche Innenwand, nur um mich zum noch köstlicheren Kern hindurch zu arbeiten.“ „Ja, Möpke, alter Spießkopp! Das hättest du wohl gern. Aber ich bin dir mißlungen! Miß-lun-gen!“, schnarrte der Rührkuchen und grinste Möpke hämisch an. Der ließ sich nicht beirren; mit einem riesigen Küchenmesser, das er für solche Gelegenheiten ebenfalls stets in der Westentasche spazierentrug, zerschnitt Möpke den verunglückten Haufen Rührkuchen. Still war er; still und lecker. Der Student faßte den Entschluß, sich ganz dem Rest des Kuchens zu widmen, indem er ihn, trotz allem, verspeiste. Er führte ein Stück zum Mund, doch kurz bevor er es seiner Bestimmung zuführen konnte, fiel ihm wieder ein, daß er ja nicht gut zu sprechen war auf die Welt. Stattdessen rammte er sich also das Küchenmesser in die Brust und fiel kopfüber aus dem Fenster. Der Kuchen blieb intakt.