Möpke fluchte. Seit Tagen schon hatte er in dieser unwirtlichen Wüste kein Wirtshaus gefunden. Er schleppte sich dahin, das Gesicht vor Durst verzerrt, nicht vor Hunger, denn er hatte genügend Würste für alle dabei, und alle waren sie: da waren zum einen der Troß des dreiköpfigen Dromedars Alfred, welches er eigens zu diesem Zweck hergeschafft hatte – die hübsche Marleen, das Nilpferd Anthony und ein fliegendes Schwein –, zum anderen konnte man ja nie wissen. Der junge Mann fühlte sich sicher, konnte er doch hier in der Wüste keinen Studien nachgehen. Trotzdem hätte er ein wenig Wasser, Bier oder Zitronenlimonade nicht ausgeschlagen, hätte man es ihm angeboten. Auch seine Begleiter ächzten, waren sie doch schon drei Tage unterwegs, und jeden Moment konnte einer von ihnen austrocknen und sterben. Nur Alfred, das Dromedar, lachte. „Möpke“, röhrte es, „alter Pfennigfuchser! Was hast du auch am Wasser gespart! Konntest dir wohl nie merken, was man dringender braucht: Wasser oder Wurst.“ Möpke dachte an Wurstwasser. Selbst das hätte er getrunken. Als vor ihm eine Oase erschien, glaubte er zunächst an einen schönen Traum, stellte dann aber fest, daß sich dort bereits drei fuchsschwänzige Monster labten, und so war das wohl ein böser Traum! Selbstverständlich machte das nichts. Möpke befahl seinem Gefolge stehenzubleiben und griff nach seinem Gewehr. „Habt ihr Hunger?“ fragte er die Monster, „wir wollen trinken!“ „Tja, Pech gehabt. Wir müssen alles trinken“, schnaufte eins der Monster und scharrte mit den Hufen. Alfred tat es ihm gleich. „Na, na, na“, schimpfte da ein anderes Monster, „wer wird denn gleich mit den Hufen scharren.“ Da hörten beide auf zu scharren. Die Oase reichte für alle, da war man sich sicher; zwar hatte Anthony, das Nilpferd, bereits begonnen, darin zu baden, und Marleens Durst konnte als gestillt bezeichnet werden, aber das reichte Möpke nicht. Er warf eine Wurst in die Luft. Da heulten die Monster auf, eins nach dem anderen, und griffen den armen Möpke an, der nicht wußte wie ihm geschah. „Laßt mich! Nehmt die Wurst!“ „Die ist schon tot“, sagte das dritte Monster und schwang seinen Fuchsschwanz.