Er geht die Schritte noch einmal genau durch. Das Telefon ist abgestellt, die Klingel durch die Kuckucksuhr ersetzt worden; von hinten kommt ihm auch keiner rein, da sind jetzt Bretter vor. Den ganzen Tag hat er sich nichts zuschulden kommen lassen, seine Haut ist makellos, rein, nur leicht schuppig, da kann er ja nichts für. Von vorne sieht er komisch aus, sein Haar ist zerzaust, aber speckig ist es nicht; er hat es gewaschen. Wie von Geisterhand fährt er da durch, es interessiert ihn nicht, wie er aussieht, es interessiert ihn nur, wer ihn sehen kann. Die da draußen dürfen nicht; vor denen hat er Angst. Er hat vor allem Angst, ganz besonders vor sich selbst. Muß er geschützt werden? Das interessiert ihn nicht, verständlich: er hat jetzt Angst davor, nicht rechtzeitig den Notarzt rufen zu können, wenn er im Begriff ist zu sterben. Es ist ganz sicher, daß er bald einen Anfall erleidet, irgendeinen, das ist ja, wie so vieles, völlig unwichtig, was für einen, nur einen Herzstillstand muß er zur Folge haben, oder Übelkeit, diese Übelkeit, die ihn schon länger plagt. Eigentlich ist die Übelkeit noch schlimmer, sagt er sich, und der verdammte Herzstillstand meldet sich halt einfach nicht. Trotzdem: das Telefon muß wieder rein, Kraft hätte er dafür nicht mehr, wenn es erstmal so weit ist. Jetzt klingelt es. Und da ist es fast soweit, aber nur fast, er sammelt sich wieder, und er nimmt ab. Keine guten Nachrichten, überhaupt keine: Marktforschung. Er wünscht sich eine Bombe, oder: er wäre jetzt gern eine. Dann würde er damit hinausgehen, ganz weit, ganz allein, denn er hätte nichts mehr zu verlieren, und genau das würde er dann verlieren, und sie hochjagen, sie alle, das verdammte Pack. Da hat er jetzt Lust drauf, und das freut ihn. Ein Brett fällt runter; er holt den Hammer.