Empfehlungen28.09.2005 14:46h

1998 wurde eine der großartigsten Platten aller Zeiten veröffentlicht, „In The Aeroplane Over The Sea“ von Neutral Milk Hotel. Die Plattenfirma Domino Records war völlig zu Recht der Meinung, dieses Meisterwerk gehöre wiederveröffentlicht, und so ist es diesen Monat geschehen.

Das Album vereint Schönheit, Poesie, Melancholie, Lebensfreude und sicherlich noch tausend andere Sachen. Unbedingt anhören.

And one day we will die
And our ashes will fly from the aeroplane over the sea
But for now we are young
Let us lay in the sun
And count every beautiful thing we can see
Love to be
In the arms of all I‘m keeping here with me

(aus dem Titelsong)

Nicht kategorisiert27.09.2005 17:09h

„Sometimes when I reflect back on all the beer I drink I feel ashamed – Then I look into the glass and think about the workers in the brewery and all of their hopes and dreams. If I didn‘t drink this beer, they might be out of work and their dreams would be shattered. Then I say to myself, ‚It is better that I drink this beer and let their dreams come true than be selfish and worry about my liver.‘“

- a Deep Thought by Jack Handey

Betrachtungen26.09.2005 17:29h

Die Punkstelle machte sich auch Gedanken über die Medienkampagne „Du bist Deutschland“.

Schön.

Nachtrag vom 16.10.: Die „Punk“stelle hat aus Angst vor Strafverfolgung (!) die Aktion eingestellt. Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

Logbuch26.09.2005 12:45h

…draußen gewesen, um eine neue EC-Karte zu beantragen und mein Konto zu plündern. In der Bank von einer hübschen Angestellten die ganze Zeit sehr ängstlich angeschaut worden; zufrieden festgestellt, selber kaum Angst zu haben. Auf dem Rückweg an einem Plakat für den Film Brothers Grimm vorbeigefahren; mit Von Spar im Ohr kulturpessimistische Anwandlungen bekommen: mich gefragt, warum nicht gleich „Brothers Of Grimm“, klänge doch noch viel cooler.

Wie auch immer. Endlich wieder Saft im Haus!

Betrachtungen25.09.2005 16:02h

Betrachtungen24.09.2005 18:50h

…ist zum Kotzen.

Ein Schmetterling kann einen Taifun auslösen. Der Windstoß, der durch seinen Flügelschlag verdrängt wird, entwurzelt vielleicht ein paar Kilometer weiter Bäume. Genauso, wie sich ein Lufthauch zu einem Sturm entwickelt, kann deine Tat wirken. Unrealistisch, sagst du?

Warum feuerst du dann deine Mannschaft im Stadion an, wenn deine Stimme so unwichtig ist? Wieso schwenkst du Fahnen, während Schumacher seine Runden dreht? Du kennst die Antwort: Weil aus deiner Flagge viele werden und aus deiner Stimme ein ganzer Chor.

Du bist von allem ein Teil. Und alles ist ein Teil von dir.

Du bist Deutschland.

Dein Wille ist wie Feuer unterm Hintern. Er läßt deinen Lieblingsstürmer schneller laufen und Schumi schneller fahren. Egal wo du arbeitest. Egal welche Position du hast. Du hältst den Laden zusammen.

Du bist der Laden.

Du bist Deutschland.

Unsere Zeit schmeckt nicht nach Zuckerwatte. Das will auch niemand behaupten. Mag sein, du stehst mit dem Rücken zur Wand oder dem Gesicht vor einer Mauer. Doch einmal haben wir schon gemeinsam eine Mauer niedergerissen. Deutschland hat genug Hände, um sie einander zu reichen und anzupacken. Wir sind 82 Millionen. Machen wir uns die Hände schmutzig. Du bist die Hand. Du bist 82 Millionen.

Du bist Deutschland.

dubistdeutschland.de

Ja. Packen wir es an. Bauen wir es auf. Das Lager. Es mag schwierig erscheinen, doch gemeinsam haben wir schon einmal ein Lager errichtet, viele Lager gar, und die Widerstände niedergerissen, die uns davon abhielten, ein Volk zu sein. Machen wir uns die Hände schmutzig. Machen wir ihnen Feuer unterm Hintern. Geben wir Gas. Dann stehen sie mit dem Gesicht vor der Mauer, und nicht mehr wir. Wir sind Deutschland. Deutschland. Deutschland. Unsere Zeit schmeckt nicht nach Zuckerwatte. Unsere Zeit schmeckt nach Deutschland.

Spartenliteratur23.09.2005 14:05h

Weil der Junge weiß, was ihn bedrückt, springt er heute nicht im Rechteck. Viel lieber würde er im Dreieck springen, aber dazu fehlt ihm dann doch noch der Mut. Er hätte gerne eine Freundin, eine kleine, süße Freundin, die er liebhaben könnte, wann immer er wollte. Er ist ein ungezogenes Kerlchen, einer von der Sorte, die immer alles sofort haben wollen, einer vom Stamme Nimm, wie gutbürgerliche Wirklichkeitsapologeten das sicher nennen würden. Der Junge streckt die Hand aus und wirft den Stock, den er darin spazieren getragen hat, ins Wasser. Ein Fluß ist es, der da fließt, und hier sind auch überall Bäume. Schön ist es hier, gar nicht gutbürgerlich, idyllisch allemal, aber nicht spießig. Das gefällt dem kleinen Jungen sichtlich. Was er nicht weiß, ist, daß ich weiß, daß er ganz andere Sorgen hat; Sorgen, die so schrecklich sind, daß ich sie unmöglich hier niederschreiben könnte. Deshalb bitte ich Sie, sich einmal ganz genau vorzustellen, was das für Sorgen sein könnten. Wenn Sie damit fertig sind, nehmen Sie bitte eine Schaufel und bringen sich um. Und ein Bier, ein Bier könnten Sie mir auch noch mitbringen. Ich danke Ihnen.

Logbuch22.09.2005 20:06h

…keinen vernünftigen Grund für die Annahme, ich müßte mir für dieses Weblog irgendetwas Intelligentes aus den Fingern saugen. Das wäre sehr unappetitlich, und überhaupt, ich will gar nicht intelligent sein. Intelligenz ist was für Spießer.

Wer es noch nicht wußte, weiß jetzt, daß Scrubs und Gilmore Girls zwei hervorragende Fernsehserien sind. Sehr entspannend. Ich will gar kein Leben haben. Leben ist was für Spießer.

Logbuch15.09.2005 09:16h

…an schicksalshafte Mächte zu glauben, wenn vor einer wichtigen Klausur zum ersten Mal seit zwei Jahren eine Mücke die halbe Nacht aktiv ist, um einen vom Schlaf abzuhalten.

Aber wie gemein die war! Immer schön zehn Minuten ruhig bleiben, um dann aus dem Nichts auf einen hinabzustürzen, der man gerade im Begriff ist wegzuschlummern und von bösen Monstergeographen zu träumen.

Bäh.

Spartenliteratur13.09.2005 21:20h

was packst du denn da aus in deiner rechten hand / bleibt das kleben, wenn man´s öffnet? ist das lustig, wenn man lacht? / wo geht der mond heute unter // wie sternenstaub / hast du eigentlich niemals ausgesehen //

ein junge geht durchs niemandsland / wo niemand ihn beachtet, als ob man ihn nicht sehen könnte / ich kann ihn aber sehen, vielleicht bin ich der einzige // wie sternenstaub / hast du eigentlich niemals ausgesehen //
mit schneeketten am fahrrad zwei löcher aufgerissen / ganz schnell auch wieder zugemacht, es könnte ja jemand hinein schauen / und behalte die umarmung, deine tröstenden worte // wie sternenstaub / hast du eigentlich niemals ausgesehen //
lebendigkeit konzentriert in weltmeisterschaften der beliebigkeit / weiterdenken ohne plan, verlogene gemütlichkeit / ein panzerschrank voll ekel // wie sternenstaub / hast du eigentlich niemals ausgesehen //

verfütter deine leidenschaft an systeme, die dich brauchen / versteh bitte nie, daß das nicht auf gegenseitigkeit beruht / kämpfe für ein leben und für einen traum, von mir aus! / und wache niemals auf // wie sternenstaub / will eigentlich keiner aussehen