„Sausack!“, ergänzte die kleine Ente und sah Möpke dabei an. „Halt doch einfach die Fresse, wenn wir über Fußball reden! Du hast doch keine Ahnung davon!“, schnatterte sie und schlug wild mit den Flügeln. Es war eine Stockente, sie hatte einen Stock im Arsch. Möpke interessierte das herzlich wenig. Mit stoischer Gelassenheit hob er sein Messer, um es elegant auf sein Brot hinabsausen zu lassen. Hinabsausen – wie sehr freute ihn dieses Wort! Wie vollendet war sein Klang! „Hinabsausen“, sagte Möpke zu der Ente, „ist das schönste Wort, das ich kenne.“ Und er schmierte sich das Brot und aß es. Wie der Zufall es aber nun wollte, kam sein guter Freund Henk des Weges und fragte ihn nach eben jenem. „Du“, sagte Möpke, „das weiß ich nicht, wo der Weg ist, ich schätze aber, du gehst gerade darauf.“ Henk bedankte sich und ging seines Weges; er war nämlich immer noch auf der Suche nach der Stadt, in der es schön war. Bisher hatte er nur Berlin und Hamburg gefunden, die gefielen ihm nicht. Möpke kümmerte auch das nicht, er genoß seine Knifte. Als er damit fertig war, wollte er die Ente braten und griff deshalb nach ihr. Sie aber, die die ganze Zeit nutzlos da gesessen hatte, dachte nicht daran, sich verspeisen zu lassen und wackelte frech mit ihrem Hintern. „Ungezogenes Biest!“ rief Möpke da, „Trotzkopf!“ Und er schnappte sich ein Buch von Wilhelm Busch, um die Ente auf Zack zu bringen, aber ordentlich. Augenblicklich wurde es Winter, und Möpke beschloß, Schlitten zu fahren. Auf dem Speicher fand er, was er suchte, mußte aber feststellen, daß bereits ein Penner den Schlitten bewohnte. Möpke verscheuchte ihn, öffnete die Tür und stürmte schnell zum Rodelberg. Als die Kinder den Irren herannahen sahen, zuckten sie nur kurz mit den Schultern und spielten eben Game Boy; oben angekommen wartete bereits die Ente auf ihn. „Du, Möpke“, begann sie, „dir ist schon klar, daß da unten ein zugefrorener See auf dich wartet?“ Wer baut denn einen zugefrorenen See ans Ende eines Rodelbergs, dachte Möpke und sprang auf den Schlitten. Auf dem See angekommen, brach er selbstverständlich sofort ein und gefror. Die Ente seufzte, zog den Schlitten mit dem gefrorenen Möpke aus dem Tümpel und nahm ihn mit zu sich nach Haus, um ihn vor den Kamin zu stellen, wo er geraume Zeit so vor sich hin taute, bis schließlich nur noch eine mickrige Pfütze von seiner Existenz zeugte. Das Wasser füllte die Ente in eine Urne, schrieb „Möpke“ darauf und lehnte sich zufrieden zurück. Ein schöner Winter!