…sind Dreck.

„Vorbildlich menschenleer“ sei die mecklenburgische Seenplatte, sagte Wiglaf Droste neulich bei „Zimmer frei!“, und deshalb wolle er gerne dort leben. Völlig richtig, sage ich, Ostfriesland tut es aber auch, das ist nicht Zone, sage ich danach. Die paar Touris kriege ich dann auch noch weg.

Der Abend: die Hölle. Bandprobe ausgefallen, ist zwar sehr schade, läßt sich aber ertragen. Die Neugier führt in eine Kifferhöhle, in der sich Menschen gegenseitig dafür abfeiern, ihr Hirn an einen Fernsehapparat und eine Wasserpfeife verschenkt zu haben; läßt sich nicht so gut ertragen, ich hoffe, sie finden es wieder. In der Kneipe tue ich mir lange selber leid und verzweifle darüber, dass ich nicht weiß, wie es besser geht. Das Bier schmeckt nicht, zu allem Überfluss gebe ich ein Euro Trinkgeld und fordere es später zurück, weil ich davon ausgehe, es habe sich um Gläserpfand gehandelt. Noch mehr Selbstmitleid, Ekel vor dem Kellner, vielleicht auch vor mir selbst. Abgründe tun sich auf, ich kralle mir fast panisch meinen Player und haste in der Eiseskälte nach Hause, Schneller Autos im Ohr. Dass dann die Terrassentür noch verschlossen ist, obwohl ich offensichtlich nicht zu Hause bin, inspiriert mich schließlich zu diesem Text.

Und jetzt geh ich schlafen.