Logbuch10.06.2006 11:37h

…, und die Innenstadt ist voller betrunkener Kretins aus aller Welt. Auf bereits jetzt komplett verdreckten Straßen feiern sie, als gäb´s kein Morgen, dazu noch Spitzenfußball direkt vor der Haustür und überall Leinwände und Plasmafernseher. Weiß gar nicht, was ihr habt, liebe Blognachbarn!

Nachtrag: Hier lässt sich Wiglaf Droste in einem Interview über das Phänomen Fußballweltmeisterschaft aus und hat mal wieder überwiegend Recht, wenngleich er das Archaische am Fußball vernachlässigt und diesen Sport ausschließlich ästhetisch verstanden haben will, und das trifft´s natürlich nicht vollständig. Man muss ja kein Arschloch sein, um bei einer Mannschaft mitzufiebern, und wenn man nur auf die Ästhetik der Bewegungen und des Zusammenspiels abfährt, kann man auch Synchronschwimmen gucken.

Logbuch05.06.2006 23:56h

hier. Mein Bedarf an Mitmensch ist für die nächsten Wochen gedeckt.

Logbuch01.06.2006 22:39h

…mit sechs anderen alten Männern, alle etwa 40 Jahre älter als ich, in der Schlange am Geldautomaten gestanden. Komisches Gefühl, zumal die alle streng rochen, und ich das auch von mir vermutete. Heute abend, also jetzt, in alten Texten gewühlt, alte Lieder gehört (laut!), die ich vor sieben Jahren toll fand und tatsächlich immer noch liebe. Notiz gemacht: so kann man Zeit nicht zurückdrehen. Man kann es nie.

Scheiße.

Logbuch14.05.2006 12:21h

…wütend auf den Frühstückstisch geschlagen und „Dieser Muttertag zementiert ein falsches Mutterbild!“ gerufen. Danach der Mutter beim Spargel- und Kartoffelschälen geholfen.

Logbuch11.05.2006 22:14h

…etwas widerlicheres als Männer, die in aller Öffentlichkeit demonstrativ den Hintern „ihrer“ Freundin begrapschen? Vielleicht Männer, die an ihr alles, was nackt und irgendwie gerade noch sittsam zu erreichen ist, befummeln, obgleich sie währenddessen in die andere Richtung schauen und sich mit Geschlechtsgenossen über das austauschen, worüber sich widerliche Frauenbesitzer nun einmal austauschen? Ja.

Solchen Männern möchte ich Kompott in die Anorakkapuze schütten.

Logbuch, Betrachtungen04.05.2006 12:45h

…lese gerade Simon Borowiaks Buch „Alk“, in dem alles wichtige, erheiternde und deprimierende über Alkohol drinsteht, und komme zu dem Schluss, dass es neben der Möglichkeit, jederzeit überall sein kleines Geschäft verrichten zu können, nur noch einen weiteren Vorteil des biologisch-Mann-seins gibt: eine deutlich höhere Alkohol-Toleranz. Deshalb kann ich zwar Herrn Borowiaks Ausführungen zu Alkohol ganz gut nachvollziehen, nicht aber die Tatsache, dass er früher Simone Borowiak hieß und diesen Vorteil einfach so aufgegeben hat, sind Frauen doch in der Regel viel bessere und schönere Menschen als Männer. Na ja, muss jeder selber wissen.

Eine Frechheit übrigens, dass es im Jahre 2006 immer noch weder Nulltransport noch eine bequeme und schnelle Möglichkeit zur Geschlechtsumwandlung gibt. Wobei: noch besser wäre es, wenn gar keine Notwendigkeit dazu bestünde, weil alle Körper alle Rollen erfüllen dürften. Auch das eine Frechheit, dass das immer noch nicht geht. Diese ganze Welt ist eine Frechheit. Man sollte ihr ein paar kleben.

Logbuch01.05.2006 19:20h

…drei Tage Arbeit und ein Verwandtschaftstreffen hinter mir. Zum ersten Mal mit Hut draußen gewesen. Mehrere Liter Bier in Reichweite, dazu Flaschenöffner „Papas letzte Rettung“. Johnny Cash.

Lasset uns beginnen.

Logbuch19.04.2006 17:56h

…, Penner hätten keinen Stil: verbeugen muss man sich vor Menschen, die ihr Weizenbier direkt im Supermarkt in ein extra dafür mitgebrachtes Weizenglas gießen, um dann direkt an Ort und Stelle einen kräftigen Schluck daraus zu nehmen. Da weiß jemand, wie man lebt! (Jetzt mal abgesehen vom Weizen.)

Logbuch07.04.2006 02:16h

…Wipers im Ohr nach Hause gefahren.

Logbuch03.04.2006 21:20h
ich hab meinen namen geändert
das gesicht haben sie mir operiert
das gestern hab ich abgeschnitten
und mir ein herz auf die brust tätowiert

(Fink, „Neuer Anzug“)

…nichts. Auch Country kann nur helfen, wenn der Whiskey auf dem Tisch steht.