Spartenliteratur05.10.2005 19:54h

Gezeichnet als Waise von der Welt, die ihn bedrückt
Spricht er leise von dem Wesen, das er war.
Alle Pläne verworfen, das Bündel auf den Schultern,
Wie ein streunender Hund gen Osten.

Da gleitet der Vogel zaghaft über den Himmel,
da lächelt die Meise, als ob sie das könnte.
Er stemmt sich entgegen den wütenden Wolken
Und verliert, ein Bote des Feuers.

Dann fällt der Regen
Und strauchelt der Bote.

In Zeiten wie diesen ist alles schwarz.
Da weiß er nicht und spürt er nicht,
Wie Ewigkeit ein Einsehen hat
Mit Kriegern des Lichts;
Ja,
selbst dieses Bild ist ihm jetzt nicht zu blöde

(more…)

Spartenliteratur23.09.2005 14:05h

Weil der Junge weiß, was ihn bedrückt, springt er heute nicht im Rechteck. Viel lieber würde er im Dreieck springen, aber dazu fehlt ihm dann doch noch der Mut. Er hätte gerne eine Freundin, eine kleine, süße Freundin, die er liebhaben könnte, wann immer er wollte. Er ist ein ungezogenes Kerlchen, einer von der Sorte, die immer alles sofort haben wollen, einer vom Stamme Nimm, wie gutbürgerliche Wirklichkeitsapologeten das sicher nennen würden. Der Junge streckt die Hand aus und wirft den Stock, den er darin spazieren getragen hat, ins Wasser. Ein Fluß ist es, der da fließt, und hier sind auch überall Bäume. Schön ist es hier, gar nicht gutbürgerlich, idyllisch allemal, aber nicht spießig. Das gefällt dem kleinen Jungen sichtlich. Was er nicht weiß, ist, daß ich weiß, daß er ganz andere Sorgen hat; Sorgen, die so schrecklich sind, daß ich sie unmöglich hier niederschreiben könnte. Deshalb bitte ich Sie, sich einmal ganz genau vorzustellen, was das für Sorgen sein könnten. Wenn Sie damit fertig sind, nehmen Sie bitte eine Schaufel und bringen sich um. Und ein Bier, ein Bier könnten Sie mir auch noch mitbringen. Ich danke Ihnen.

Spartenliteratur13.09.2005 21:20h

was packst du denn da aus in deiner rechten hand / bleibt das kleben, wenn man´s öffnet? ist das lustig, wenn man lacht? / wo geht der mond heute unter // wie sternenstaub / hast du eigentlich niemals ausgesehen //

ein junge geht durchs niemandsland / wo niemand ihn beachtet, als ob man ihn nicht sehen könnte / ich kann ihn aber sehen, vielleicht bin ich der einzige // wie sternenstaub / hast du eigentlich niemals ausgesehen //
mit schneeketten am fahrrad zwei löcher aufgerissen / ganz schnell auch wieder zugemacht, es könnte ja jemand hinein schauen / und behalte die umarmung, deine tröstenden worte // wie sternenstaub / hast du eigentlich niemals ausgesehen //
lebendigkeit konzentriert in weltmeisterschaften der beliebigkeit / weiterdenken ohne plan, verlogene gemütlichkeit / ein panzerschrank voll ekel // wie sternenstaub / hast du eigentlich niemals ausgesehen //

verfütter deine leidenschaft an systeme, die dich brauchen / versteh bitte nie, daß das nicht auf gegenseitigkeit beruht / kämpfe für ein leben und für einen traum, von mir aus! / und wache niemals auf // wie sternenstaub / will eigentlich keiner aussehen

Spartenliteratur12.09.2005 19:43h

im westen nichts neues
die uhren abgestellt
der fön wird ausgepackt
der ausgang gefunden

da sprichst du nun tagelang von der wirtschaft und dem leben
ohne daß irgendjemand dir zuhört
beim viel zu kalten kaffee, den du aufbrühst, frisch
aus venezuela und dem teuren regal im sb-warenhaus

innerlich verhängst du das regelwerk eines großbetriebs
auf die sachen in dir drin
um rauszukommen aus der beliebigkeit
um klarzukommen in der immer komplexeren welt

im osten auch nichts neues
die uhren abgestellt
der fön wird ausgepackt
der ausgang gefunden

um das zu betäuben, was dich stört, trinkst du starkbier aus dosen
und schimpfst auf die grünen
mit zeitungen die zeit totschlagen
wird volkssport
steht ja eh nur scheiße drin

aus dem hotel, das dein gefängnis ist, kommst du niemals raus
weil man ziemlich gute laune hat
beim zimmerservice
aus der süße deines lebens kommt die kugel in den kopf

im westen niemals neues
die uhren abgestellt
der fön wird ausgepackt
der ausgang gefunden

Spartenliteratur25.08.2005 20:21h

Er geht die Schritte noch einmal genau durch. Das Telefon ist abgestellt, die Klingel durch die Kuckucksuhr ersetzt worden; von hinten kommt ihm auch keiner rein, da sind jetzt Bretter vor. Den ganzen Tag hat er sich nichts zuschulden kommen lassen, seine Haut ist makellos, rein, nur leicht schuppig, da kann er ja nichts für. Von vorne sieht er komisch aus, sein Haar ist zerzaust, aber speckig ist es nicht; er hat es gewaschen. Wie von Geisterhand fährt er da durch, es interessiert ihn nicht, wie er aussieht, es interessiert ihn nur, wer ihn sehen kann. Die da draußen dürfen nicht; vor denen hat er Angst. Er hat vor allem Angst, ganz besonders vor sich selbst. Muß er geschützt werden? Das interessiert ihn nicht, verständlich: er hat jetzt Angst davor, nicht rechtzeitig den Notarzt rufen zu können, wenn er im Begriff ist zu sterben. Es ist ganz sicher, daß er bald einen Anfall erleidet, irgendeinen, das ist ja, wie so vieles, völlig unwichtig, was für einen, nur einen Herzstillstand muß er zur Folge haben, oder Übelkeit, diese Übelkeit, die ihn schon länger plagt. Eigentlich ist die Übelkeit noch schlimmer, sagt er sich, und der verdammte Herzstillstand meldet sich halt einfach nicht. Trotzdem: das Telefon muß wieder rein, Kraft hätte er dafür nicht mehr, wenn es erstmal so weit ist. Jetzt klingelt es. Und da ist es fast soweit, aber nur fast, er sammelt sich wieder, und er nimmt ab. Keine guten Nachrichten, überhaupt keine: Marktforschung. Er wünscht sich eine Bombe, oder: er wäre jetzt gern eine. Dann würde er damit hinausgehen, ganz weit, ganz allein, denn er hätte nichts mehr zu verlieren, und genau das würde er dann verlieren, und sie hochjagen, sie alle, das verdammte Pack. Da hat er jetzt Lust drauf, und das freut ihn. Ein Brett fällt runter; er holt den Hammer.

Spartenliteratur14.08.2005 23:28h

Eigentlich wäre es mir jetzt lieber, wenn die Jalousinen unten wären. Ich kenn die nicht, die da draußen reingucken könnten, ich will sie auch gar nicht kennen, das wäre ja noch schöner. Aber ich will nicht, daß sie sehen, wie ich mir Bier einschenke. Nicht weil sie mich für einen Alkoholiker halten könnten, das ist mir ganz egal, nein, es geht mir mehr um die Einsamkeit, die Ruhe, das Weggeschlossensein von der Welt. Ich beneide Psychiatrieinsassen mehr als mir lieb ist. Wie wäre es mit einem Sicherheitsgurt für Ihr Bett? ist vermutlich die zweitschönste Frage, die mir jemals gestellt werden könnte. Dabei will ich niemanden umbringen, ich habe keine Gewaltphantasien, nicht mehr, jedenfalls bin ich mir ganz sicher, niemals wirklich Gewalt anwenden zu können. Ich hasse nur diese Welt, das ist alles. Ich hasse ihre Bewohner, all das verlogene Pack, das sich nach Sicherheit und Frieden sehnt und doch nur alles kaputt macht. Sehen Sie, da bin ich ja ganz ähnlich. Vermutlich gehöre ich halt auch zu ihnen, obwohl ich ja immer das Gefühl habe, daß genau dies nicht der Fall ist. Ich hab da ja auch keine Ahnung von…, von Liebe, dem Leben und wie das ganze Spiel so läuft. Vielleicht will ich deshalb nichts zu tun haben mit ihnen, mit denen da draußen, deren Tag nach Uhr abläuft, nach Uhr und nach nichts anderem, wirklich überhaupt nichts. Das stimmt natürlich – selbstverständlich – nicht, dahinter stehen ganz andere Zwänge, aber sehen Sie, da haben Sie´s: wir sind alle Neurotiker, sie mit ihrem gewalttätigen Schnickschnack von der schönen Welt, in der sie leben wollen, und ich, der damit zwanghaft nichts zu tun haben will. Ich kann sie nicht ab. Ich hasse sie.

Spartenliteratur08.08.2005 23:36h

elektrifizierte zitronenwände sind abgeknallt worden
totenstille herrschte da irgendwo
und ich hatte nicht vor, sie zu stören

stattdessen
spielte ich mit meiner schwarzen pistole
- pistolen sind immer schwarz -
und rauchte meine pfeife

stattdessen
tanzte ich mit meinen glühenden schuhen, die stille mißachtend
und lachte über sie

stattdessen
aß ich mit der glitzernden kneifzange
gefriergetrocknete salatblätter
und begoß das dann mit heißem wasser

da sind so einige noch abgeknallt worden
die pistolenschüsse sind recht laut gewesen
und ich hatte nicht vor, sie zu stören

Spartenliteratur19.07.2005 23:33h

Das Whiskeyglas in der Hand (Whiskey spielt eine große Rolle),
die Flaschen zur Seite geschoben,
und die Gerste, die in beiden Fällen zum Einsatz kommen sollte,
grob in der Hand zerdrückt.

Tätigkeiten,
die keine große Kraft erfordern,
unserem Mann aber Schwierigkeiten bereiten.

Mit der Sonne im Rücken
(und dem Schiefer auf dem Dach, das auch reetgedeckt sein könnte)
erklimmt der Mann ganze Höhen,
wenngleich es ihm in den Wolken dann doch zu dünn würde;
die Luft.

Deshalb fällt er wieder ziemlich tief.
Vielleicht verspürt er
diesmal keinen Schmerz.

Spartenliteratur18.07.2005 21:08h

„Verliere nicht den Verstand“, sagte der kleine Engel, als mein Huf ihn traf. Ich hatte bis dato nicht gewußt, daß ich Hufe hatte, konnte mit der Neuigkeit aber ganz gut umgehen. Bisher war ich stets der Meinung gewesen, ein Mensch zu sein, der zwar eine leichte Wirbelsäulenanomalie besaß, jedoch ansonsten mit reichlich Menschenfuß, ganz ordinär mit Zehen und so, ausgestattet war. Da hatte ich mich wohl getäuscht.
„Hör auf zu grübeln!“, forderte mich der Engel auf, den ich ins nächste Gebüsch befördert hatte. Ich scharrte mit den Hufen. „Machen Sie sich nicht lächerlich!“
Der Engel rekapitulierte die Situation in seinem Gehirn und schnäuzte sich die Nase, wobei er höchst unengelhaft sein weißes Gewand benutzte. Unnötig ist es zu erwähnen, daß das Gewand eines Engels immer weiß ist. Menschen, die Filme machen, in denen Engel aussehen wie Hinz und Kunz, gehören gesteinigt. „Ich weiß ja nicht“, meinte das Arschloch, „was du hier willst, aber ich bin ein Engel, also duz mich gefälligst. Ich geh dir nicht mal bis zum Knie!“
„Ich respektiere alles und jeden, mein Freund. Auch und erst recht Engel, die mir nur bis zum Knie reichen. Was soll der Quatsch? Ich verliere doch gar nicht den Verstand. Ich habe zwar lange gebraucht, um zu bemerken, daß ich keine Füße, sondern Hufe besitze, aber das werden Sie mir doch wohl nicht zum Vorwurf machen, Sie Langeweiler. Und jetzt lassen Sie mich bitte weiter lethargisch und weltverloren in der Ecke hocken, um Adjektive zu schmieden.“
Der Engel begann nun, so schien es mir, zu schmollen. Ich hatte ihn mit meinem gezielten Huftritt mitten ins Unterholz befördert, wo er sich immer noch die Nase rieb. Er sah putzig aus.
Ich verließ ihn. Das war mir dann doch zu blöd. Schnell stolzierte ich zu einem kleinen Schemel, auf dem ich mich niederließ. Unweit des Schemels befand sich ein schwarzer Ofen, so ein kleiner aus dem Märchenbuch, mit einem niedlichen Rohr, das zur Decke reicht. Hier gab es keine Decke, doch das war dem Rohr selbstverständlich egal. Jedenfalls kochte ich Kaffee. Ich blickte mich um, freundlich. Leider erblickte ich neben dem Ofen nur noch Wolken; Wolken wie aus Bierschaum. Dann wird wohl morgen das Wetter schön, dachte ich, wußte aber nicht, wieso ich das dachte. Das ist ja häufig so, schoß es mir durch den Kopf, und schon im selben Moment schoß mir auch etwas anderes durch den Kopf: eine Kugel. Endlich hat sich dieser dumme Ausdruck mal gelohnt, dachte ich noch, ehe ich, durch den Aufprall der Kugel leicht erregt, vom Schemel kippte.
Ich strampelte mit den Hufen. Na, witzig ist das nicht gerade, überlegte ich, ehe ich verdutzt bemerkte, daß ich lebte. Man muß dazu wissen, daß es durchaus eine Kugel der Art war, wie man sie zuhauf in schlechten und auch guten Wildwest-Filmen findet; dennoch war ich quicklebendig. Ich kam zu der Einsicht, daß ich kein Mensch sein konnte.
Was aber war ich dann? Auch ein Engel? Ein Pferd? Kein Pferd setzt sich auf Schemel und kocht Kaffee. Andererseits: vielleicht war ich das erste Pferd, das derartiges tat? Bei Menschen gab es solches Verhalten oft. Daß ich im Himmel war, in einem Puderzuckerhimmel aus Kindermärchen, war mir ja schon aufgefallen. Es gibt ja auch schlimmeres. Jeden Morgen wachen Menschen auf und denken sich: ach, wie schön wär´s doch im Himmel! Und dann haben sie Angst vor Krebs. Diese Menschen gehen auch in große dunkle Hallen, stellen sich auf und sagen, daß sie sich freuen würden. Sie freuen sich nicht tatsächlich, aber das stört sie nicht. Das geht noch hinterher. Hinterher war ich doch kein Pferd!
Nein, ich konnte kein Pferd sein. Pferde wiehern. Ich versuchte es, aber heraus kam nur so eine Art Wimmern; etwas, das ich früher schon zur Genüge geübt hatte. Vorhin hatte ich auch gesprochen, mit diesem vorlauten Engel, der mich geduzt hatte, und der mir geraten hatte, nicht den Verstand zu verlieren. Ein freundlicher, kleiner Bursche. Ich hätte nicht so grob sein sollen mit ihm, dachte ich, aber das war mir dann auch egal, als ich plötzlich feststellte, kein Gehirn mehr zu haben.
Die Kugel nämlich hatte das angerichtet. Neben mir, auf dem Boden, war so eine kleine Zuckerwattewolke, auf der mein Gehirn jetzt klebte. Ins Detail gehen muß ich nicht, es sah aber scheußlich aus. Jeden Morgen wacht der Mensch auf und freut sich, daß er noch ein Hirn hat. Das ist klar; aber ich war ja kein Mensch.
Na ja, dachte ich, dann ist ja gut jetzt. Sollen die Menschen den Dreck doch wegmachen; das dachte ich vergnügt, als ich Hut und Stock nahm, den Kaffee da ließ, die Kippen verklappte und auf Zuckerwatte pißte. Die Menschen, die möchten das, die sollen das, die müssen das sauber haben; ich hatte das nicht nötig. Vor meinen Augen wurde es Nacht; ein Stern schimmerte.

Spartenliteratur29.06.2005 12:12h

Freiwillig geht der Mann sicher nicht über die Straße, denkt Andreas sich und kratzt sich am Kopf. Der hat vorher noch eine Tasse Kaffee getrunken, oder vielleicht war er im Puff. Auf jeden Fall hat er Hummeln im Hintern. Ich muß aufpassen, nicht auch bald welche zu kriegen, ich glaube, die verfolgen mich. Sie folgen meiner Spur aus Kaffeeflecken auf dem Boden, denkt Andreas sich und geht weiter. Hinter einem Betonpfeiler bleibt er stehen, hier fühlt er sich sicher und zündet erstmal eine Zigarette an. Der Rauch weht verwaschen gen Himmel.
Andreas weiß, wo er hier ist, es handelt sich um eine Autobahnbrücke, direkt vor ihm liegt eine zerbrochene Flasche aus grünem Glas, und hinter ihm taucht ein anderer Mann auf. Zigarettenstummel. Wenn ich ihm jetzt die Flasche zwischen die Rippen steche, ist alles vorbei, denkt Andreas sich, dann ist es wie in meinen Tagträumen, in denen ich von Brücken oder aus Fenstern falle, weil das halt bequemer ist als die Treppe zu benutzen. Aber deshalb bin ich nicht hier, mit der Bequemlichkeit soll es ja vorbei sein mit der Zeit, so langsam muß es schnell gehen, sonst wird das nichts mehr, nicht mehr in diesem Leben. Andreas nimmt einen tiefen Zug und dreht sich um. Er bläst dem Mann den Rauch direkt ins Gesicht, ganz ohne Angst, wieso sollte er auch Angst haben. Der Mann lächelt, und Andreas folgt ihm zu seinem Wagen.

und dann strahlt da die sonne
und dann seh ich ein kind
und dann strahlt da die sonne
ich will: du spürst den wind

Der Schweiß trocknet relativ langsam, und bald wird sich neuer angesammelt haben. Muß ja nicht sein, das mit dem Handtuch, und der Whisky schmeckt beschissen. Wieder die Zigarette, diesmal wesentlich kürzer, der Rauch stinkt, wen interessiert das. „Eine Tasse Kaffee!“, das ist ein Wort, denkt er sich und trinkt. Verlassenes Kaff, verlassene Welt, all solche Plattitüden.

Unterm Fenster seh ich zwei Kinder mit Laternen gehen;
Das hätt´ ich ja fast vergessen,
Daß bald St. Martin ist!

Eine Möwe bahnt sich ihren Weg durch die Wolken, und der Junge zieht seinen Mantel enger zusammen. Ganz schön kalt hier, wird er sich gedacht haben, aber warum sollte er das aussprechen, es ist ja eigentlich Sommer. Soeben hat er sich von seinen Spielkameraden verabschiedet, drei junge Männer, vor denen er große Angst gehabt hat. Nun läßt er Drachen steigen. Hier, auf dieser Klippe, am Ende seiner Welt, ist es erstaunlich ruhig. Er denkt an St. Martin zurück, an die Laterne, die Feuer fing. Das war schön damals, schöner jedenfalls als die Elektrolaternen, die er ein paar Jahre später austreten wird, was ihm den Ruf eines Mörders alter Damen einbringt, die ausrutschen, bei Nacht, weil sie nichts sehen.
Der Junge lacht. Er weiß, was er zu tun hat. Er läßt los, und der Drachen schwebt davon.