Nicht kategorisiert31.05.2006 21:09h

Up and down through what you thought would be your future
Became the dark reminder of
What a rash and inconsistent faith you had
In loving your true self and your true love

Clowne towne no shelter
Clowne towne no anything
Clowne towne single angel
Clowne towne no exit

Your true father smashed his hands through the glass
And failed out of the priviledged life of his dream
Your true love has drunk herself into not being able to pay her rent
Or keeping her own word to her own self

Your true brother has betrayed you over and over
And looked you in the eye
Your true self has become weak and alone and annoying
And a true ridiculous dumb-ass

Clowne towne revealing nothing
Clowne towne a flock of coots
Clowne towne a single angel
Clowne towne a big dumb kid
Clowne towne no shelter
Clowne towne no anything
Clowne towne a single beauty
Clowne towne no exit

(Homepage)

Spartenliteratur31.05.2006 19:40h

Das Aufmachen mit dem Brieföffner gestaltete sich noch ganz leicht; wenn´s doch Briefe wären, dachte er sich und schenkte dem Sonnenuntergang keine weitere Beachtung mehr. Bis hierhin und nicht weiter, hatte der Engel gesagt, bis hier hin war der Mann gegangen, und dann war da diese Schlucht gewesen, aus der so ein paar Arme ausgestreckt nach oben baumelten, ja, baumelten, man kann es ja nicht allen Recht machen! Schon gar nicht den Engeln. Er zuckte mit den Schultern und nahm einen tiefen Schluck, fand das dann aber doch zu albern und warf die Flasche in die Schlucht. Ein paar Hände schnappten danach, aber weil sie an Armen hingen, die baumelten, war das nicht so einfach, und so zerbarst das Glas irgendwo im undurchdringlichen Nebel da weiter unten. Plötzlich war der Mann sich nicht mehr sicher, was er hier sollte, hob den Blick und stellte fest, daß die Tränen in seinen Augen das Sonnenlicht ganz außergewöhnlich gut brachen. Auch er erbrach sich sogleich und wünschte sich die Flasche zurück. Das hier war kein Platz für ihn, also ruckzuck zurück in den Schoß, aus dem er vielleicht einmal gekrochen war. Der Schritt über die Klippe war ganz einfach; es empfing ihn aber nicht etwa Geborgenheit, Güte, das Nichts usw., sondern die Gewißheit, jetzt aber auch endgültig verloren zu haben. Mit einem äußerst scharfen Küchenmesser schnitt er ein paar Arme ab, zog sich am Seil aus der Schlucht hinauf und schüttelte sich den Staub vom Körper. Mich kriegt ihr nicht, dachte er. Mich nicht.

Betrachtungen25.05.2006 22:59h

Manchmal bereue ich es, nicht bei der GEZ gemeldet zu sein. Ich könnte mich dann nämlich wieder abmelden, mit der Begründung: „Johannes B. Kerner ist als Moderator überbezahlt, meine Geräte habe ich alle verschenkt (Polen etc.)“. Mein Name stünde dann in der Titanic.

Also, lieber GEZ-Mann: beehre uns doch bitte bald wieder mal. Das letzte Mal, als du da warst (so vor ein-zwei Jahren) warst du zwar so doof, die im Hintergrund laufende Folge der „Lindenstraße“ komplett zu ignorieren, als ich „Nein, wir haben keinen Fernseher, und ich hab jetzt auch überhaupt keine Zeit“ intonierte, aber das muss ja nicht für immer so bleiben!

Nicht kategorisiert19.05.2006 21:44h

I want to believe in myself once again
So I dream of a man whose hopes never end
To kiss with a girl who’s as lovely as you
I‘d give you my heart, if you gave me the truth

And for every tear that is lost from an eye
I‘d dig me a well where no man could destroy
I want to believe in a freedom that’s bold
But all I remember is the freedom of old

Well I lost me a wife, so I found me a plane
Flew all the way to California
This mess in my head is a mess getting out
Ya drink too much coffee, I drink too much stout

But after a while, when my mouth’s not so dry
I‘ll dance up a storm, sure life’s looking fine
But as darkness falls, I return to my bed
Don‘t ask me more questions, don‘t fuck with my head

I‘ve been down in this world, down and almost broken
Like thousands of people, left standing in their shoe
I‘ve been down in this world, down and almost broken
As thousands they grieve, as the Black Friday rule

The buildings they shake but my heart it beats still
Oh mother of Jesus, I feel pretty ill
I want to go home where my feet both feel safe
But there ain‘t no jobs in the old free state

So I must remain in my new adopted land
I‘m doing the best, Hell I‘m doin‘ all I can
So next time you see me, don‘t ask for my name
For I am the King and sure long may I reign

I‘ve been down in this world, down and almost broken
Like thousands of people, left standing in their shoe
I‘ve been down in this world, down and almost broken
As thousands they grieve, as the Black Friday rule

(erschienen auf dem Album „Swagger“, Side One Dummy 2000; t&m: Flogging Molly; mein Lieblingssong von denen, und überhaupt)

Empfehlungen19.05.2006 14:57h

Leesley: Wir machen Cunt-Core.
Thomas: Was?!
Leesley: Das ist meine Meinung. Cunt-Core. Ein Mädchen schreit, also Cunt-Core.

(soundmag.de)

Es kommt ja doch noch vor, dass auch Wahnsinnige wie ich gute Indie-Alben erst mal übersehen. So auch das 2005 erschienende „Fashionista Super Dance Troupe“ von der bezaubernden Band Help She Can‘t Swim aus Großbritannien:

Das kann echt alles, vor allem unkontrollierte Bewegungen in alle möglichen Richtungen provozieren. Im Ernst, wäre ich ein fröhlicher Mensch, ich würde die ganze Zeit dazu durch die Wohnung tanzen. Und hey, liebe Genossinnen & Genossen von genderterror, das Lied Bunty vs. Beano wär doch was für die Party, oder?

Nicht kategorisiert17.05.2006 00:50h

Google: franz beckenbauer hintern

Zeig mir deinen Arsch, Franz. Oder lass es besser bleiben. Mir ist doch eh alles egal. Bitte.

Logbuch14.05.2006 12:21h

…wütend auf den Frühstückstisch geschlagen und „Dieser Muttertag zementiert ein falsches Mutterbild!“ gerufen. Danach der Mutter beim Spargel- und Kartoffelschälen geholfen.

Nicht kategorisiert12.05.2006 22:38h

Mateo Hamburg zitiert hier aus dem Newsletter des Clubs „Übel & Gefährlich“:

Hier ein paar Gründe, warum unsere Generation so hassenswert ist:

01. Hinwendung zur Heimat aus Angst vor der Welt
02. Kein Hass auf Deutschland
03. Einkaufen bei Ikea und sich nicht dafür schämen
04. Keine weiteren Ambitionen als den eigenen Arsch in Sicherheit zu bringen
05. Nie aufs Maul bekommen, deswegen: weich
06. Milchkaffeetrinken
07. Fixierung auf die eigene Befindlichkeit und sonst nix
08. Sesselfurzen und Tatortgucken
09. Neokonservative Spießer, schlimmer als die Eltern
10. Bausparverträge
11. Immer alles besser wissen aber nichts kapieren
12. Keine Drogen, keine Exzesse, kein Sex
13. Blöde Frisuren
14. Immer meckern und nie was auf die Reihe kriegen
15. Kein Selbsthass

Auf mich treffen immerhin nur die Punkte 1, 4, 5, 7, 8, 10, 11, 12 und 14 zu. Das ist ja lächerlich wenig!

Empfehlungen12.05.2006 22:03h

Die Invasion der Leichenräuber ist ein Gruselfilm über Wesen aus dem Weltraum, die in einer kalifornischen Stadt, Santa Rita, landen, und sie sind Blütenknospen, die nachts zu Menschen heranwachsen, und dann nehmen sie langsam den Platz der richtigen Menschen ein, und nur die jeweils von den Betroffenden geliebten Personen bemerken den Unterschied. Zum Beispiel weiß ein kleiner Junge zu Anfang, daß sein Onkel nicht sein Onkel ist, und er kann es nicht erklären, er weiß es nur. Der Onkel ist eine von den Knospen. Das Einzige, wofür sich die Knospen interessieren, ist Überleben, und sie sind kein Stück zärtlich; wenn auf der Straße ein Hund überfahren wird, dann ist ihnen das so wurscht wie nur möglich. Sie haben keine menschlichen Gefühle. Sie wollen sich nur fortpflanzen und die Welt erobern und uns nacheinander alle, wie wir da sind, ersetzen. Ein schöner Film.

(Dan McCall, „Jack der Bär“, suhrkamp 2001 (original: insel 1975), S. 61)

Ich bin auf Seite 144 von ungefähr 200 und kann schon jetzt nicht mehr, so schön ist das Buch. Man möchte die ganze Zeit weinen, wirklich. Und lachen allerdings auch. Ein 13jähriger Junge erzählt sein Leben in einer amerikanischen Vorstadt der 70er Jahre, und man stelle sich bitte die Fernsehserie „The Wonder Years“ vor, aber in echt. Also ohne den ganzen kitschigen Pomp, dafür mit Gefühlen, die ihren Namen auch verdienen. Vielleicht könnte man sich auch den Film „American Beauty“ vorstellen, aber mit nem kleinen Teenager als Erzähler und ohne den ganzen kitschigen Pomp, dafür mit… usw.

Die Welt ist ping und ich bin pong. Wenn ihr richtig pingt, dann ponge ich nach bestem Wissen und Gewissen zurück, ich werde eurem Ping sogar die Ehre erweisen, es anzuzweifeln. Nur kommt dann nicht an und sagt, das ganze Problem ist mein Pong.

(S. 136)

Warum ich so kurz vor Schluss aufgehört habe zu lesen? Na ja, die Sonne schien nicht mehr, Regentropfen kamen runter, und dann klingelte es an der Tür, und ich musste ein bisschen kleine Konversation betreiben. Kann ja auch mal passieren. Jetzt hab ich noch was für morgen abend.

„Jack the Bear“, übrigens wundervoll übersetzt von Harry Rowohlt (allerdings ein Kritikpunkt: war es damals wirklich nötig, das schöne Wort „motherfucker“ zu übersetzen?), wurde auch verfilmt und bekam auf Deutsch den unglaublichen Titel „Mein Vater – Mein Freund“ verpasst, worüber es sich kaum noch beschweren kann, denn zu kaufen gibt´s das gute Buch eh nur noch Second Hand, wenn amazon nicht lügt. Dafür aber halt spottbillig. Die Hauptrolle in dem Film spielt übrigens Danny De Vito, was Dan McCall, wie wir aus Harry Rowohlts Briefesammlung „Der Kampf geht weiter“ erfahren, gar nicht gefiel, er wollte lieber Robin Williams, und ich auch. Werd ich mir trotzdem mal angucken.

Nicht kategorisiert11.05.2006 22:44h

Bier auch mal links von der Tastatur aufstellen.